Wertanlage Wiener Zinshaus?

Nicht mehr lange!

Die Tatsache, dass das Wiener Zinshaus immer eine gute Wertanlage war wird gar nicht in Frage gestellt, sondern vielmehr ob dies in Zukunft auch so bleiben wird. Denn: Ein kompliziertes Mietrecht macht Vermietern das Leben schwer.

Die Regierung plant nämlich auch im bestehenden Mietrecht wesentliche Änderungen: Die wohl bedeutendste wird dabei die geplante Aufhebung des Verbots des Lagezuschlags in Gründerzeitvierteln sein. Dieses Verbot ist schon lange ein großes Ärgernis für die Wiener Zinshausbesitzer. Erst in jüngster Vergangenheit gab es diverse Verfassungsbeschwerden dagegen, die allerdings keinen Erfolg hatten. Nun sollen die VfGH-Erkenntnisse, die das Lagezuschlagsverbot einzementierten, offenbar mit Gesetzesnovellen ausgehebelt werden.

Ein Risiko unter mehreren ist, dass das Interesse für internationale Investoren am Wiener Zinshausmarkt überhaupt verloren geht.

Etwas mehr als 95 Prozent aller im Grundbuch eingetragenen Wohnungskäufe wurden im Vorjahr von ÖsterreicherInnen getätigt. Mit knapp 1,5 Prozent lagen Käufer mit deutschem Wohnsitz an zweiter Stelle, gefolgt von Bulgaren, Schweizern, Ungarn, Slowaken, Italienern, Franzosen und Briten – mit zusammen rund 170 Käufen. Ausländische Käufer sind am Wiener Markt eine Minderheit – aber sie konzentrieren sich auf den teureren Teil des Marktes. Am Markt sind derzeit Osteuropäer, Skandinavier und Kunden aus dem deutschsprachigen Raum unterwegs. Es wird geschätzt, dass rund 50 Prozent der Immobilienverkäufe an Osteuropäer an natürliche Personen erfolgen, die dann auch im Grundbuch aufscheinen.

Des Weiteren besteht das Problem, dass die uns immer so wichtige Rendite kleiner wird. Warum? Ganz einfach: Der stark überhitzte Markt bietet derzeit viel zu hohe Preise.

Die niedrigen Renditen und die komplexen Materien machen es für Private zunehmend schwerer, dass das Investment noch gewinnbringend ist. Bei falscher Bewirtschaftung oder fehlendem Fachwissen kann dies sogar zum Millionengrab werden.

Dazu kommt für den privaten Investor, dass sich der von Experten vorausgesagte Zinsanstieg wohl harmonisierend auf die Immobilienpreise auswirkt und zeitgleich risikoarme Alternativinvestments wieder lukrativer macht.

Wir von Colindo finden, dass der Zeitpunkt für eine Verwertung einer Immobilie daher gerade günstig ist.

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